FDP Bäretswil empfiehlt ein JA zur Erhöhung des Aktienkapitals des GZO-Spitals

Die FDP Bäretswil hat an ihrer letzten Mitgliederversammlung die Abstimmungsvorlage zur Erhöhung des Aktienkapitals für die Sanierung der GZO AG Spital Wetzikon eingehend diskutiert. Die Mitglieder waren sich einig: Die vorgeschlagene Sanierung ist unter allen Optionen die beste Variante.

Empfehlung:
Am 30. November 2025 legt die FDP Bäretswil den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern ein Ja in die Urne. Mit diesem Entscheid kann sich die Gemeinde Bäretswil mit 2.255 Millionen Franken (entspricht 4.51% des Aktienanteils aller Eigentümergemeinden) an der Aktienkapitalerhöhung von insgesamt 50 Millionen Franken beteiligen.


Warum ein Ja wichtig ist
Das Sanierungskonzept basiert auf vier Pfeilern:

  • Stabilisierung des operativen Geschäfts
  • Schuldenschnitt von 67%
  • Rekapitalisierung durch die Aktionärsgemeinden
  • Ausstieg aus der Nachlassstundung

Jeder Pfeiler birgt Risiken, doch Alternativen wären noch unsicherer – für die gesamte Region. Ohne die 50 Millionen Franken müsste die Liquidation des Spitals mit Zentrumsversorgung Niveau 2 eingeleitet werden. Das würde bedeuten:

  • Keine Gesundheitsleistungen mehr praktisch über Nacht
  • Abrupte Verknappung des Angebots
  • Lange Warteschlangen in anderen Spitälern

Da die Notlage nicht strukturell, sondern durch eine gescheiterte Refinanzierung entstand, wäre ein Konkurs ein Fehlentscheid – gerade angesichts der demografischen Entwicklung und des Bevölkerungswachstums.


Finanzielle Tragbarkeit für Bäretswil
Die FDP erachtet die Risiken für die Gemeinde als tragbar:

  • Bei einem Scheitern der Sanierung wird der Betrag nicht ausbezahlt.
  • Bei einem Ja fliesst der Betrag in die Investitionsrechnung der Gemeinde ein.
  • Das Budget 2026 berücksichtigt dies bereits und prognostiziert trotz geplanter Steuersenkung um 2% einen Überschuss.


Was steht am 30. November 2025 auf dem Spiel?
Es geht um die Frage:

  • Soll das Zürcher Oberland sein eigenes Spital weiterbetreiben und später in einen Spitalverbund einbringen?
  • Oder soll das beliebte Spital geschlossen werden?

Ein Ja der Oberländer Gemeinden bringt den Prozess einen Schritt weiter. Ein Nein beendet ihn.