Die Erfolgsrechnung 2025 der Gemeinde Bäretswil schliesst mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 2'208'779 ab, während ein Aufwandüberschuss von Fr. -204'089 budgetiert war. Der Aufwand betrug Fr. 34.255 Mio. und der Ertrag Fr. 36.464 Mio. Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen betrugen Fr. 3.503 Mio. (Budget Fr. 2.948 Mio.) und konnten mit dem erwirtschafteten Cashflow von Fr. 3.469 Mio. zu 99 % selbst finanziert werden. Das Nettovermögen pro Einwohner/in reduzierte sich durch die hohe Selbstfinanzierung nur um Fr. 6 auf Fr. 2‘190.
Erfolgsrechnung
Auf der Ertragsseite sind die Grundstückgewinnsteuern mit Fr. 2.201 Mio. höher als das Budget von Fr. 1.700 Mio. und höher als im Vorjahr mit Fr. 1.955 Mio. ausgefallen. Die Gemeindesteuern betrugen bei einem unveränderten Steuersatz von 106 % mit Fr. 14.515 Mio. um Fr. 0.564 Mio. mehr als budgetiert und auch Fr. 0.243 Mio. mehr als im Vorjahr. Die Steuerkraft pro Einwohner/in hat nach einem starken Vorjahr nur noch um 0.1 % von Fr. 2‘633 auf Fr. 2‘636 zugenommen, während das kantonale Mittel der Steuerkraft um 3.6 % von Fr. 4'301 auf Fr. 4'454 angestiegen ist. Der im Vergleich zum kantonalen Mittel sehr kleine Anstieg wird mit zwei Jahren Verzögerung zu einem höheren Ressourcenausgleich im Jahr 2027 führen. Beim Ressourcenausgleich gab es keine Abweichung zum Budget, da die im Jahr 2025 vom Kanton erhaltenen Fr. 8.892 Mio. aufgrund der bekannten Berechnungs-werte von 2023 genau budgetiert werden konnten.
Auf der Aufwandseite wurden Kostenüberschreitungen gegenüber dem Budget vor allem in der stationären und ambulanten Pflegefinanzierung verzeichnet. In der Sekundarschule führten eine zusätzliche Klasse ab dem Schuljahr 2025/26 und mehr Vikariate zu Mehrkosten von Fr. 110'950. Andererseits führten in der Primarschule weniger Therapien und Sonderschulungsbedarf zu tieferen Kosten. Durch die Reduktion um eine Kindergartenklasse ab dem Schuljahr 2025/26 konnten Beiträge an kan-tonal angestellte Kindergärtnerinnen eingespart werden. Im Asylwesen war der Nettoaufwand kleiner wegen nachträglichen Kantonsbeiträgen 2024 für Unterstützungsmassnahmen für Personen mit dem Schutzstatus S. Durch die höhere Erwerbstätigkeit der Asylbewerbenden mussten weniger Unterstützungsbeiträge ausbezahlt und konnten höhere Mietkostenbeiträge vereinnahmt werden.
Investitionsrechnung
Im Rahmen der Investitionsrechnung wurden statt den geplanten Fr. 2.948 Mio. netto Fr. 3.503 Mio. investiert, wobei es sich bei den Mehrausgaben vor allem um zeitliche Verschiebungen handelt. Die grösste Position im Jahr 2025 war die Ausführungs-planung, der Abbruch, der Aushub und der beginnende Ersatzneubau der Turnhalle Adetswil mit einer Aula mit Fr. 1.683 Mio. Für die zweite Etappe des Ersatzes der Wasserleitung im Rüeggenthal wurde Fr. 610'351 investiert, und für den nicht budgetierten Ersatz der Wasserleitung Bussenthal - Neuthal wegen zahlreichen Rohrbrüchen Fr. 221'509. Im Bereich Strassen wurden Fr. 331'259 für die Sanierung der Pfarrhausstrasse ausgegeben. Die Anschlussgebühren für Wasser und Abwasser lagen wegen mehr abgerechneten Bauprojekten und der Neuerschliessung Läseten durch Abwasser wieder höher. Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen von Fr. 3.503 Mio. konnten zu 99 % aus dem erwirtschafteten Cashflow von Fr. 3.469 Mio. finanziert werden. Deshalb hat auch die Kennzahl des Nettovermögens pro Einwohner/in nur leicht von Fr. 2'196 um Fr. 6 auf Fr. 2'190 abgenommen.
Zielerreichung
Die drei finanzpolitischen Ziele des Gemeinderates konnten mit dem Jahresabschluss 2025 alle einhalten werden:
1. Mittelfristiger Ausgleich der Rechnung: Die Summe der Jahresresultate über 8 Jahre von 2018 bis und mit 2025 beträgt Fr. 14'825'376, womit das mittelfristige Resultat insgesamt mehr als ausgeglichen ist.
2. Nettovermögen pro Einwohner > Fr. -1‘000: Liegt mit Fr. +2‘190 um Fr. 3‘190 über der gesetzten Schuldengrenze.
3. Bäretswil ist eine der steuergünstigsten Gemeinden im Zürcher Oberland: Bäretswil hat mit 106 % immer noch den tiefsten Steuersatz im Bezirk Hinwil.